Und wozu eigentlich der ganze Social Media Aufwand?
11. April 2010 von Jörg Schlottke | 3 Kommentare
Social Media macht Sinn und ist mit Sicherheit auch keine Eintagsfliege. Es ist wichtig, dass wir uns den Entwicklungen im Social Web widmen, öffnen und lernen, wie sie funktionieren.
Allerdings ist es definitiv ein Fehler, nur weil die Mitbewerber links und rechts von uns im Social Web präsent und aktiv sind, mit aller Macht und höchstem Tempo in die Thematik zu stürzen. Meine Empfehlung: “Bloß nicht verrückt machen lassen, denn das Leben funktioniert auch ohne Social Media”. Nehmen Sie sich so viel Zeit, wie Sie benötigen. Es ist noch nie ein Profi vom Himmel gefallen, um mit Erfolg von 0 auf 100 zu starten.
Doch bevor Sie sich und Ihr Unternehmen ins erfolgreiche Social Media Abenteuer stürzen, kann ich Ihnen empfehlen, sich folgendes zu Herzen zu nehmen:
Social Media erfordert den festen Entschluss es zu tun, Wissen im Umgang und in den Funktionsweisen der Social Media Instrumente (Software), strategische Planung, internetaffine kommunikative Mitarbeiter, klare Verantwortlichkeiten und Aufgabenverteilung, Personal- und Zeitressourcen, ganz viel Arbeit und ein Social Media Budget. Der Erfolg tritt ein, wenn das richtige Netzwerk geschaffen, die Community aufgebaut ist und die Kontakte gepflegt werden.
Und wozu eigentlich der ganze Social Media Aufwand?
Diese Frage stelle auch ich mir regelmäßig und folgende Antworten fallen mir auf Anhieb dazu ein:
- Trend: stark zunehmender Wettbewerb um Aufmerksamkeiten
- Trend: multidirektionale Kommunikation (Meinungsaustausch) statt einseitige Information
- Trend: Transparenz bezogen auf Produkt- und Unternehmensqualität
- Trend: nahezu keine öffentlichen Kommunikationsbarrieren mehr
- Gewinnung von Multiplikatoren in der digitalen MundzuMundPropaganda
- Markforschung zur Gewinnung von Präferenzen und zur Analyse von Trends
- Image-Controlling im Internet
- Mitarbeiterakquise und Unternehmensattraktivität gegenüber Nachwuchskräften
- Neukundengewinnung und Kundenbindung
.
Meine Meinung, dies sind bereits Gründe genug, sich mit Social Media zumindest zu beschäftigen, vorausgesetzt man möchte auch am Puls der Zeit bleiben, ohne sich gleich mit der Frage nach dem ROI zu quälen. Und wer sich dennoch mit dem ROI-Thema quälen möchte, dem sei der Artikel “Welchen €-Werbe-Wert hat Social Media” von ANDERSdenken inkl. Kommentare empfohlen.
Ein weiterer touristischer Lesetipp meinerseits zur Thematik: “Golfclubs aus Mecklenburg-Vorpommern und das zarte Social Media Pflänzchen“














1. inBlurbs » Warum Sie Ihre Mitbewerber Im Auge Behalten Sollten?
Pingback vom 15. April 2010 um 10:00
[...] Und wozu eigentlich der ganze Social Media Aufwand? – einfach Meer … [...]
2. Meiner Einer
Kommentar vom 15. Juni 2010 um 09:01
Die Frage sollte eher lauten:
Weshalb und warum nun alle die Icons mit der passenden Verlinkunk zu allen möglichen und unmöglichen Anbieter sein müssen?
Oder – wird der Begriff ” Social network” nicht etwas überdehnt?
Ich halte das ganze zwar für eine ursprünglich gute Idee, um tatsächlich kleine soziale Anbieter untereinander zu vernetzen und um deren Interessen zu bündeln. Jedoch vermag ich nicht nachzuvollziehen, weshalb nun jeder kommerzieller oder privater Anbieter eine Iconsammlung führen sollte.
Erinnert man sich an das Verbot einer Linksammlung und die Distanzierung von Inhalten fremder Webseiten im Impressum, kann das nicht das Ziel oder die Endlösung sein.
Solange wie Anbieter wie z.B. Mister-Wong, Face-Book und ähnlich gruppierte Mitnutzer Daten aufnehmen und sie ohne Kontrolle von Inhaltswahrheit wiedergeben, müssen wir uns nicht wundern, wenn langsam aber sicher das Internet zugemüllt wird. Informationen mit einem Wahrheitsgehalt gegen Null stehen dann unmittelbar Jedem zur Verfügung. Ich erinnere in diesem Zusammenhang das Prozedere um Elektronik-Smog. Zu diesem Thema hat sich bisher Jeder Hobby- und Möchtegern- Wissenschaftler ausgelassen. Tatsächliche wahre Informationen jedoch blieben auf der Strecke. Unwahre Phrasen und Angstmache jedoch verunsichern zunehmend jeden, der versucht, sich umfassend zu informieren. Umfassend bedeutet aber wohlgemerkt nicht, von jedem Dahergelaufenen dessen Blog als das Wahrhaft Richtige zu akzeptieren.
Mit umfangreichen “Vernetzen” untereinander und setzen von verlinkten Icons auf angeblich “soziale Netzwerke” macht die Desinformationsgülle noch eher die Runde.
In diesem Fall bin ich für autorisierte und ständig überprüfte Einrichtungen, deren Vernetzung zu- und untereinander per Vertrag erworben werden muss. Dieser Vertrag darf erst dann zustande kommen, wenn der zu verlinkende Inhalt auf dessen Inhaltsrichtigkeit überprüft wurde.
Selbstverständlich greife ich dabei nicht das Selbstdarstellungsrecht eines jeden Anbieters an oder wünsche gar eine Zensur, dennoch erscheint es an der Zeit, über “soziale Netzwerke” und deren Nutzungen Richtlinien zu erstellen und nicht jedem und alles zu verlinken.
MfG
P.S.
3. Jörg Schlottke
Kommentar vom 15. Juni 2010 um 14:40
@Meiner Einer, danke für Ihre wertvolle Meinung. Wie bei jeder Veröffentlichung und Aussage ist es für denjenigen oder diejenige, der oder die eine Botschaft oder Nachricht weiterleitet bzw. verlinkt, dass er oder sie die Quelle kennt und hinsichtlich Wahrheitsgehalt auch vertrauen kann.
Wer dieses nicht kann, sollte es sich in der Tat dreimal überlegen, was multipliziert, weitererzählt bzw. verlinkt wird. Das Thema Social Media gilt es in der Grundsubstanz zu verstehen. Woher nun der Begriff “Social” kam, mag ich hier nicht zu beurteilen. Defacto scheint er auch etwas irreführend zu sein. Aus diesem Grund ist es durchaus auch erlaubt, über vertragliche Richtlinien in “Sozialen” Netzwerken nachzudenken. Aber das ist nichts Neues, denn “Soziale” Netzwerke gab es schon seit Menschenbestehen und zu einer Zeit, in der an das Internet noch nicht zu denken war. Gerade wir Deutschen neigen dazu, alles immer und überall zu reglementieren. Das ist auf der eine Seite durchaus sinnvoll allerdings in anderen Fällen eher hinderlich bezogen auf Innovationsprozesse.
Fazit: Wie immer gibt kein ENTWEDER ODER bzw. SCHWARZ oder WEIß sondern ein UND.