TourismusCamp 2009 – ein Spirit an Begeisterung für einen bereits rollenden Anschlusszug

Damit ist das Eichstätter TourismusCamp 2009, das ich hier bereits angekündigt hatte, wieder Geschichte. Eichstätt? wird sich nun der ein oder andere fragen. Wo liegt Eichstätt? Denn genau diese Frage stellte ich mir ebenfalls bei meiner Reiseplanung. Eine kleine Universitätsstadt mit 14.000 Einwohnern, davon alleine ca. 4.000 Studenten, liegt sie in der Nähe von Ingolstadt. Es gibt einen Ratskeller mit Zimmern und auch ein Braugasthof mit Zimmern. Ein „echtes” Hotel? – Fehlanzeige, aber dafür ist sie sehr idyllisch.

Nicht nur Eichstätt sondern auch die Veranstaltungsart vom TourismusCamp war für mich eine völlig neue und eine richtig spannende Erfahrung. Camp? – hat in diesem Fall nichts mit Zelten oder ungeordnetem Hausen zu tun. Vielmehr ist es eine Mischung aus Konferenz, Vortrag, Diskussionsrunde und Workshop bestehend aus mehreren Sessions (in diesem Fall jeweils 1 Stunde) inkl. Liveübertragung ins WWW. Bei einem sogenannten BarCamp werden die Themen einer jeden Session erst kurz vor Beginn am ersten Veranstaltungstag festgelegt und kommen aus dem Teilnehmerkreis. Es gibt keine vorher festgelegten Themen und auch keine vorher bestimmte Referenten. Jeder Teilnehmer kann zunächst ein Thema auf eine Karteikarte schreiben, die eingesammelt wird. Anschließend erfolgt die Relevanzbestimmung der Themenvorschläge durch den Teilnehmerkreis. Die Themen mit den höchsten Relevanzen werden in die entsprechenden Zeitfenster des Veranstaltungsplans gesetzt. Schlägt man ein Thema vor und wird es vom Teilnehmerkreis als relevant gewertet und gesetzt, ist man der Regel auch der Referent und Leiter der Session. So einfach ist es und funktioniert perfekt.

Ich möchte hier nicht im Einzelnen auf die Themen der Sessions eingehen. Wen es interessiert, der findet hier noch einmal den Veranstaltungsplan als Übersicht mit weiterführenden Links. Nur soviel sollte gesagt sein. Der Trend vom Internet der Information zum Internet der Kommunikation und seine Auswirkungen auf den Tourismus ist in der Tat so spannend, dass sich dazu mehr als 100 Akteure aus ganz Deutschland und Österreich an einem Wochenende im Januar in der katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt treffen. So spannend, dass sogar ein Journalist der fvw in Eichstätt vertreten ist. Sie alle erzeugten einen unglaublichen Spirit an Begeisterung für einen möglichen gemeinsamen Weg der engeren Vernetzung zwischen Wissenschaft und Wirtschaft, zwischen IT-Entwicklung und Tourismus, zwischen Bewertungsportalen und Hotels  sowie touristischen Destinationen und Communities.

Fazit: Einen derartigen Input und Mehrwert wie das TourismusCamp konnte mir bisher keine alternative Veranstaltung mit klassischen Vorträgen wie z.B. im Rahmen einer ITB geben. Leider habe ich keinen einzigen Touristiker aus Mecklenburg/Vorpommern auf dem Tourismuscamp angetroffen. Also liebe MV-Touristiker wir sollten darauf achten, den Anschlusszug nicht zu verpassen, denn er rollt bereits.

  • Weitere Berichte und Medien zum TourismusCamp 2009 finden Sie hier.
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