Social Media beginnt im Kopf der Entscheidungsträger
3. Juli 2009 von Jörg Schlottke | 2 Kommentare
Ein aktueller, kurzer Artikel von Tourismuszukunft unter dem Titel “Warum touristische Webseiten in 5 Jahren komplett anders aussehen als heute!” gab mir den Gedankenschub zu diesem Artikel.
Die Rede ist vom möglichen Aussehen touristischer Webseiten in den kommenden Jahren. Gut, darüber lässt es sich mit Sicherheit in anbetracht des gebrachten Beispiels prächtig philosophieren.
Doch lassen Sie sich nicht vom Aussehen blenden sondern schauen Sie auf die Details der Navigation und wohin Sie verweisen!
- Home -> Youtube
- Products -> Landing Page Produktbeschreibung
- Chatter -> Twitter
- Friends -> Facebook
- Kontakt -> Landingpage Kontaktformular
Die eigenliche Hompage ist nur ein Navigationselement, der eigentliche Content, sprich Informationsinhalt, steht ganz woanders, nämlich genau dort wo kommuniziert wird.
Dieses Beispiel zeigt auf eine einfache Art & Weise, warum man sich mit Social Media beschäftigen sollte und das am besten noch heute.
Bricht man nun diese Erkenntnisse auf die Online-Praxis herunter lassen sich folgende, erforderliche und entscheidende Schlussfolgerungen festhalten:
- entweder gibt es in Ihrem Unternehmen einen verantwortlichen Social Media Mitarbeiter, der die relevanten Social Web Tools einzelnd und regelmäßig mit Content bestückt,
- oder Sie nutzen ein Content Channel Management System, welches das Steuern und Verteilen von Informationen auf mehrere relevante Social Media Webpräsenzen des eigenen Unternehmens bzw. eigene Webpräsenzen mit unterschiedlichen Domainnamen und Datenbanken leisten kann, denn die manuelle Verteilung von Informationen kann zurweilen recht teuer werden.
Fazit: Die Implementierung von Social Media im Unternehmen beginnt im Kopf der Entscheidungsträger. Sie müssen sich mit den Mechanismen im Social Web auseinandersetzen, um sie zu verstehen und um anschließend die richtigen Maßnahmen festlegen zu können. Daran führt einfach kein Weg vorbei, vorausgestzt sie wollen in der Zukunft im Internet auch noch wahrgenommen werden.













1. Ingo Kroll
Kommentar vom 4. Juli 2009 um 20:55
Ich bin mir nicht sicher, ob so ein totaler Ansatz richtig. Zu starke Ausrichtung auf Content Syndication macht eine Seite schnell beliebig, denn der Inhalt ist ja überall zu finden. So eine automatisierte Website verliert schnell ihren Charme. Unique Content wird plötzlich wieder das Maß der Dinge. Ich lasse mich aber gern überraschen
Schöne Grüße
Ingo Kroll
2. Jörg Schlottke
Kommentar vom 4. Juli 2009 um 23:08
Sehr geehrter Herr Kroll,
vielen Dank für Ihr Feedback. Es zeigt mir die Verschiedenheit der Gedanken je nach dem aus welcher Richtung man das Thema betrachtet.
Ich gebe Ihnen insofern Recht, wenn Sie davon ausgehen, dass der Content irgendwo her technisch aggregiert wird. Wie will man auch beurteilen, ob das was an Content technisch geliefert wird für die Aussage der Webseiten relevant ist. Eine Filterung und Beurteilung des Content ist so manuell gesehen kaum möglich.
Ich gehe bei meinem Artikel allerdings davon aus, dass es um Content geht, der von den jeweiligen Unternehmen selbst erzeugt wird, der dann sehr wohl unique und unternehmensspezifisch ist. Doch reicht es aus meiner Sicht nicht mehr aus, diesen uniquen Content nur auf der eigenen Unternehmenswebseite zu präsentieren.
Ein Beispiel zur besseren Beschreibung meiner Ansätze ist ein Hotelprospekt. Was nützt es, wenn Hotelprospekte produziert werden und diese lediglich im eigenen Hotel ausgelegt werden? Will man, dass die eigenen Angebote gebucht werden, sollten die Hotelprospekte doch zu den Kunden geschickt werden. Mit einer Unternehmens-Webseite ist es wie mit einem “Hotelprospekt”. Es reicht zukünftig nicht mehr aus, nur einfach Informationen auf die eigene Webseite zu schreiben. Viel mehr müssen diese Informationen (Unique Content) dorthin verteilt werden wo sich potentielle Kunden im Internet unterhalten und informieren. Gerade bei potentiellen Neukunden ist dies häufig ausserhalb der eigenen Webseite und zwar in Social Networks wie Facebook, Twitter, Qype, Flickr, Youtube und Co.
Im Umkehrschluss bedeutet dies, das es durchaus sinnvoll ist, Unternehmenspräsenzen in Social Networks zu platzieren. Doch das funktioniert nicht mehr mit der klassischen Marketingsprache. Ändert man die “Sprache” kann auch unique content enstehen, welcher in der Tat sehr wertvoll ist.
Beste Grüße
Jörg Schlottke