Neues touristisches Internet-Portal für Rostock?

in der heutigen Ostsee-Zeitung und auch in der Schweriner Volkszeitung las ich mit großer Spannung die Artikel zum Thema “Touristisches  Internet-Portal für Rostock“. Daraus geht hervor, dass die Tourismuszentrale  Rostock & Warnemünde und der Rostocker Verkehrsverein enger zusammenarbeiten und sich vernetzen wollen.

Gemeinsam planen Sie ein Marketingkonzept für alle Unternehmen des Fremdenverkehrs, vor allem für Hotels und Herbergen.

So in der OZ zu lesen.

Diesen Entschluss kann man einfach nur begrüßen, da so langsam und stetig erkannt wird, wie wichtig es in Zukunft wird, regional und destinationsspezifisch an einem Strang zu ziehen.

Teil des Kooperationskonzeptes ist auch ein neuer Internetauftritt. Auch dieser Schritt ist sehr wichtig und richtig. In der Überschrift der Ostsee-Zeitung wird von einem Portal gesprochen,  im Text dagegen von einem neuen Internetauftritt. Was sich so leicht dahin liest, birgt in sich allerdings gravierende, konzeptionelle Unterschiede für die Zukunft.

Sehr geehrte Mitglieder des Verkehrsvereins, liebe Rostocker Tourismuszentrale,

an dieser Stelle möchte ich Ihnen ein paar Gedanken mit auf den Weg der Vernetzung geben.

Auf einer statischen Internetseite werden touristische Informationen in der Zukunft völlig irrelevant. Es reicht nicht mehr aus einfach nur eine Internetseite zu platzieren, mit Informationen zu füllen und zu hoffen, nur weil sie mit einer starken Domain vernetzt wird, dass die Informationen auch diejenigen erreicht, für die sie bestimmt sind.

Eine nicht-statische Internetseite lässt das Kommunizieren zu,  sowohl menschlich als auch technisch. Der Trend im Internet besteht im Wandel von der Information (Monolog) hin zur Kommunikation (Dialog). Kürzlich habe ich dazu den Artikel “Touristische DMO´s und der Trend im Internet” geschrieben.

Zukunftsfähige, touristische Internetpräsenzen (-plattformen) müssen u.a. zwei wesentliche Dinge leisten können. Zum einen wollen Gäste emotional und authentisch angesprochen werden sowie ohne langes Suchen ihre individuell, gewünschten Informationen finden. Zum anderen muss das CMS-System eine Kommunikation mit touristisch relevanten Communities, Video-, Bilder-, Prospekt-, Bewertungs  & Map-Portalen sowie weiteren Partnernetzwerken gewährleisten können.

Große Communities wie Facebook bieten ihren Nutzern echten Mehrwert. Dadurch werden die Nutzer an die Plattform gebunden.  Ihre zur Verfügung stehende Zeit für´s Internet ist begrenzt. Einen großen Anteil dieser Zeit investieren sie in Social Software Lösungen. Diese bieten ihnen nützliche Anwendungen. Entweder bietet eine touristische Internetpräsenz diesen Mehrwert selbst oder sie ist in diesen Communities präsent oder auch beides. Das kann manuell als auch, vorrausgesetzt das CMS-System kann es leisten, technisch erfolgen.

Mein Fazit: Bevor man in eine neue Internetpräsenz investiert, sollte man eine klare Antwort auf die  nachfolgenden Fragen haben. Wie lautet das Ziel und welche Strategien führen zum Ziel?

Einfach nur eine Internetseite ins Web zu stellen und zu schauen was passiert, wird im Zeitalter des Social Web kläglich scheitern. Es ist wichtig, auch an den Longtail zu denken. Als Gast möchte ich in erster Linie beratende, authentische Informationen über den Ort bzw. die Region, die über das Übernachtungsangebot hinausgehen. Dabei ist die Buchungsmöglichkeit ersteinmal sekundär. Als Gastronom, individueller Freizeitsdienstleister oder auch Shop-Betreiber in Rostock- Warnemünde bin ich darin interessiert, mein Angebot auch auf einer touristischen Internetplattform zu präsentieren.

Siehe auch die folgenden Artikel:

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