Kollaborative Veranstaltungskalender in touristischen Destinationen
1. November 2009 von Jörg Schlottke | 4 Kommentare
Immer wieder werden sich darüber die Köpfe zerbrochen, wie es Tourismusorganisationen gelingen kann, Veranstaltungen in ihrer Region so effektiv wie möglich auf eine zentrale Datenbank zu bringen! Jede Organisation, jede Plattform und viele Leistungsträger entwickeln ihre eigenen, digitalen Veranstaltungskalender. Für Tourismusorganisationen bedeutet dieses Szenario wiederrum einen unverhältnismäßigen, ja sogar unproduktiven Akquise- und Pflegeaufwand.
Gleiches gilt für die einzelnen Veranstaltungsausrichter, denn sie müssen z.B. bei Änderungen wissen, auf welchen Portalen und Seiten die eigenen Veranstaltungen überhaupt promotet werden, um diese dann über die Änderung zu informieren. Doch genau das werden sie in den allermeisten Fällen nicht tun.
Auch wird immer wieder darüber gesprochen, einheitliche Datenparameter für Veranstaltungen zu definieren. Auch dieses ist aus meiner Sicht ein sinnloses Unterfangen, denn genau diese existieren bereits in Form von Microsoft Outlook oder eben auch als iCal Format.
Ebenso brauchen sich touristische Organisationen nicht mehr den Kopf über eine eigene, zentrale Veranstaltungsdatenbank zu zerbrechen und ihre Energie dafür zu verschwenden, die Leistungsträger doch dazu zu motivieren, diese auch zu nutzen. Für Leistungsträger ist nämlich nicht nur die zentrale Veranstaltungsdatenbank der regionalen Tourismusorganisation interessant.
Ein weiterer Grund zur Vermeidung von Kopfschmerzen ist bereits auch die Existenz einer solchen zentralen Datenbank. Das schöne daran, dort kann jeder Veranstalter / Leistungsträger seine eigenen Veranstaltungen pflegen, aktualisieren und veröffentlichen. Jede Tourismusorganisation wiederrum hat dann die Möglichkeit diese Daten in ihren eigenen Veranstaltungskalender zu übernehmen und braucht sich im Prinzip nicht mehr um die Aktualisierung zu kümmern. Bekommen die Veranstalter jetzt eine Anfrage bzgl. der künftigen Veranstaltungen, senden diese lediglich einen Link zu ihrem öffentlichen Veranstaltungskalender.
Fazit: Die Hauptaufgabe einer touristischen Organisation besteht nun darin, ihre Leistungsträger zum Thema Vorteile und Instrumente für “Kollaborative Veranstaltungskalender in touristischen Destinationen” zu schulen.
















1. Frank Koebsch
Kommentar vom 13. November 2009 um 22:41
Hallo Hr. Schlottke,
gute und treffende Aussage
Gibt es schon beispiele in anderen Regionen oder Branchen?
Es nervt ganz einfach in zig Veranstaltungskalender seine Informationen hinterlegen zu müssen oder Angebote suchen zu müssen. Also es wäre ein Riesengewinn für bei Seiten.
Beste Grüße – FRank
2. Jörg Schlottke
Kommentar vom 26. November 2009 um 10:51
Hallo Herr Koebsch,
vielen Dank für Ihr Kommentar. Ich kenne bis dato in dieser Form noch keine Beispiele in anderen Regionen. Allerdings ist mir bekannt, dass einer sogenannten Event-Ontologie gearbeitet wird.
Siehe dazu einmal folgende Links:
– http://www.ebsemantics.net/doc
– http://www.ebsemantics.net/at/index.php
– http://www.opentravel.org
– http://www.openevents.at/
Das sind sehr gute Ansätze, nur bleibt dann wieder die Frage nach der lokalen Individualität.
Mit einem öffentlichen Google Kalender gibt es eine sehr schöne Möglichkeit, die eigene Veranstaltungen einer breiten Öffentlichkeit zur präsentieren.
Vorteile:
- Kalender kann in Webseiten eingebunden werden
- mehrere verschiedene Kalender können übereinander gelegt werden
- Die Kalenderinhalte können über RSS-Feed abonniert werden
- Änderungen erfolgen in jedem eigebundenen Kalender automatisch
Ich selbst suche mir passende öffentliche Google Kalender, um sie in meinen Kalender einzubinden und somit jeden Termin (bestehend und neu) auf meinem Handy abrufen zu können und das mache ich bestimmt nicht nur alleine.
Beste Grüße
Jörg Schlottke
3. Harald Lux
Kommentar vom 26. November 2009 um 15:28
http://www.kulturserver.de/
geht in die Richtung.
4. Jörg Schlottke
Kommentar vom 26. November 2009 um 15:37
@Harald Lux – vielen Dank für die Ergänzung.